Bürgermeister Frank Börner (GUD)

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„Tage, in denen alle viel gelernt haben“
Frank Börner, Bürgermeister der Stadt Gudensberg

Frank Börner beim Abschlusstanz 2016 in Gudensberg

 

Es beginnt immer mit etwas Unsicherheit und Unbehagen. Auf wen treffen wir? Können wir einander verstehen? Haben wir die gleichen Interessen?
Wenn sich Jugendliche aus verschiedenen Kulturen begegnen, gehen sie ein Experiment ein. Sie verlassen für eine bestimmte Zeit ihre Routine, und lassen sich auf etwas Neues mit unbekanntem Verlauf und offenem Ende ein. Doch schon beim ersten Gruppentreffen sieht man den Menschen, man hört ihm zu, folgt seinen Bewegungen, entwickelt erste Sympathie.

Am Ende liegen sich alle in den Armen, sind traurig und wollen sich nicht trennen. All das passiert in gut einer Woche. Dazwischen liegt Tage, in denen unendlich viel Neues erfahren wurde, in denen alle viel gelernt haben und sich bereichert fühlen.
Stimmen und Stimmungen dieser Art habe ich während der Jugendbegegnung zwischen Schtschyrez und Gudensberg viele gehört. Unsere Idee war, ukrainischen und deutschen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, in einem selbstorganisierten Rahmen neue Erfahrungen zu sammeln und Gleichaltrige kennen zu lernen, denen man im Alltag nicht begegnet.

Um das Kennenlernen zu unterstützen, hatten die Jugendlichen „Aufgaben“: Sie sollten sich mit Themen beschäftigen, die zwar auf den ersten Blick abstrakt klangen, die aber das Leben heute mitprägen. Dabei haben ukrainische Jugendliche in ihrem Umfeld natürlich andere Erfahrungen gesammelt als deutsche. Auch diese unterschiedlichen Erfahrungen deutlich werden zu lassen, war beabsichtigt.
Die Jugendbegegnung war ein Erfolg – bei den jugendlichen Teilnehmern wie bei ihren erwachsenen Begleitern. Auf beiden Seiten ist das Verständnis gewachsen, das Interesse, wie es den Menschen im anderen Land ergeht.

Viele möchten am Ball bleiben, haben gefragt wie es weiter geht. Schtschyrez und Gudensberg wollen weiter Freunde sein und in Kürze Städtepartner werden. So wird es weiterhin Möglichkeiten geben, bei denen sich junge Menschen begegnen und kennenlernen können.
Allen Beteiligten, Förderern und Helfern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für Ihre Unterstützung gedankt!